24. März 2009
19. März 2009
15. März 2009
mon coeur s´ouvre à ta voix ...
ferdinand lemaire
lied
ich kann mich nicht erinnern
ich weiß nicht mehr
die tage entgleiten
es ist lange her
doch ich denke daran
wie war da ein zauber ...
eine stimme erklang
sie sprach zu mir
doch niemand lebt in den weiten
ich kann mich nicht erinnern
die tage starben
da war ein klang
das herz hängt daran
so dauert man an
so dauert man
12. März 2009
foto: william albert allard (national geographic)
schemen
dämmerort
worin das leben
zuflucht findet
bei nacht und regen
gedämpftes licht
das keins verrät
von den geschöpfen
im zwielicht
verlegen
nicht mehr denken
verbohrt hinein
in kann-nicht-sein
daß es das gebe
in ausgeschlossen
nicht wissen müssen
stehn hinterm tresen
geschehen lassen
kommen und gehen
polieren polieren
blicklos sehen
draußen drinnen
zeitung lesen
danke nein
es ist ganz leicht
lächerlich zu sein
8. März 2009
der regende regen
es regnet durchs fenster fortwährend die augen verschwimmen schon auf der netzhaut des sonntags
wegen
ja eines sonntags wegen
wozu sagen sie einer hätte das leben für tiefe gehalten wenn mich dennoch im vorbeigehn auf wegen weiser streifen
so selten passiert ein
erregender regen.
grauheit und trübnis und tropft von den zweigen und läßt sich zufallen der saugenden erde ach redet nur weiter ich lausche derweilen
lauten und pfeifen
3. März 2009
zustände II
wir letzten, übrigen
die wir immer
über unsere eigenen schatten fallen
wie könnten wir sagen
was sonst nichts gewesen
nicht einmal die schatten
wirklich nicht
vielleicht sollten wir den dingen
nicht weiter nachhängen
doch sind alle fragen
stehengeblieben
im raum, den sie
so unwohnlich finden
eine freude oder trauer
die uns wiedererkennte
wäre schon der himmel
