mißmut
die lampen hängen kraftlos
in ihren himmeln
man kränkelt herum
als ob etwas schon rief
und wechselt orte
die zum verwechseln sind
nichts hilft
denn es gibt kaum worte
das jahr sinkt so tief
neue gedichte von eva cader-benedix
mißmut
die lampen hängen kraftlos
in ihren himmeln
man kränkelt herum
als ob etwas schon rief
und wechselt orte
die zum verwechseln sind
nichts hilft
denn es gibt kaum worte
das jahr sinkt so tief
wunsch
bleib du mir
ich habe nichts
als dich
erwählt
von nirgendwo her
wie wir sind
geh du nicht
wenn alles geht
sei mein etwas im all
der beliebigkeit
hand in hand
gestalt in gestalt
sei einzig
treu und glaube mir
meine ganze
wirklichkeit
es kann noch geschehen
daß ein heiland gehend
pocht an dein leben
wie ist er gekannt
wer sich erkennt
in ihm erlesen
vorgängerin
die dinge sind
als wären sie nicht
mehr ganz
an derselben stelle –
seit wann?
wie vollbrachte sich
die rose
zu ihrem ende hin?
wie nahm sie an
jene harschen gaben?
muß auch ich es
erfahren
und davon sprechen
so lange ich kann?
eingeschrieben
ein brief geht ab
wer weiß wohin
ich kann nicht folgen
eingeschrieben
in ihn was sich erfüllt
kraft seiner selbst
beschwörungszauber
so war es einmal gedacht
so soll es wieder werden
doch ich schlafe nicht mehr gern
die sicherungen fallen
aus den gewinden
so muß ich neu lernen
auf der fahrt nicht zu fahren
sondern zu leben
im brief zu sein
eingeschrieben